Russland

Umweltkatastrophe am Schwarzen Meer wegen ukrainischen Drohnenangriffs auf Ölindustrie

Umweltkatastrophe regionalen Maßstabs – so ließe sich wohl nennen, was ein ukrainischer Angriff mit Kamikazedrohnen in der Nacht zum 16. April 2026 auf Ölindustrie-Standorte in der Stadt Tuapse an der Schwarzmeer-Küste in Russlands Krasnodar-Krai ausgelöst hat.
Umweltkatastrophe am Schwarzen Meer wegen ukrainischen Drohnenangriffs auf Ölindustrie© Soziale Medien

Infolge zweier Angriffe des ukrainischen Militärs mit Kamikaze-Drohnen auf die Hafenstadt Tuapse an der Schwarzmeerküste in Russlands Krasnodar-Krai – in der Nacht auf den 16. sowie auf den 20. April –, bei denen unter anderem ein Erdöl-Verladeterminal und mehrere Ölspeicher beschädigt wurden, ist dort eine wahrhafte Umweltkatastrophe ausgebrochen. Erstens wird dort ein Ölteppich im Meer unweit des Hafens gemeldet, der an die 10.000 Quadratmeter misst.

Der Ölteppich wird mithilfe spezialisierter Schiffe und Schnellboote beseitigt, melden russische Medien.

Um ein Ausbreiten des Ölteppichs zu verhindern, wurden rings um ihn Erdölbarrieren an Bojen installiert.

Falls die Ausbreitung des Ölteppichs nicht verhindert werden kann, würden Erdöl und Erdölprodukte in Richtung der russischen Halbinsel Krim abdriften und auch die Küste der Türkei könnte in Mitleidenschaft gezogen werden – so werten russische Medien mit Blick auf die Meeresströmungen in der Region die Lage. 

Ebenfalls erdölverseucht ist der Fluss Tuapse – dort rückt man der Verseuchung mittels diverser Auffanggeräte zu Leibe; auch dort wurden Erdölbarrieren an Bojen installiert.

Vielleicht nochmals deutlich schlimmer sind die Folgen des Brandes, der infolge desselben Angriffs auf die Hafen-Infrastruktur der Stadt ausgebrochen ist und seit nunmehr vier Tagen von an die 250 Spezialisten mithilfe von über 70 Sonderfahrzeugen gelöscht wird.

Die Hitze hat Erdöl und Raffinerieprodukte in die Luft gehoben, die nach Abkühlen in Form von Tröpfchen, mit Aschepartikeln vom selben Brand gemischt, in der Umgebung vom Himmel herabregnen.

Spezialisten der russischen Verbraucherschutzbehörde überwachen dort die Luftqualität in den umliegenden Wohngebieten – und während sie am Abend des 20. April, wenn auch beeinträchtigt, die Normen dennoch nicht überschritt, so wird mittlerweile Ein- wie Anwohnern der Stadt dringend davon abgeraten, ihre Wohnhäuser zu verlassen.

Vom Öffnen von Fenstern wird ebenfalls abgeraten, wie auch vom Tragen von Kontaktlinsen. 

Dieser "Ölregen" verseucht Grünflächen und unbepflasterte Flächen der Stadt, die Strände und weite Landstriche in der Stadtumgebung; ein Durchsickern ins Grundwasser ist nicht ausgeschlossen. Aktuell werden Versuche unternommen, verseuchte Flächen zu reinigen.

Bei den Angriffen wurden ein 14-jähriges Mädchen und eine junge Frau getötet. Weitere fünf Personen wurden verletzt: Ein Kind, drei Frauen, von denen eine ins Krankenhaus eingeliefert werden musste, und ein Mann.

Mehrere Dutzend Einfamilien- und Mehrfamilienhäuser, ein Schul- und ein Kindergartengebäude, vier weitere Sozialeinrichtungen, mehrere Kirchen und drei Verwaltungsgebäude wurden beschädigt.

Eine Erdgas-Leitung kam ebenfalls zu Schaden, wurde jedoch mittlerweile wieder repariert.

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